Frohe Weihnachten!

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Die große Zuckerlüge

Towanda! - leben und verändern

Eine sehr interessante Dokumentation über die Lebensmittelindustrie und deren Verzuckerungspolitik lief gestern auf arte.

vegetables-700039__180In Bezug auf meine Ernährungsumstellung bekam ich keine wirklich neuen Erkenntnisse über die schädliche Wirkung von Zucker, aber als ich so einige Fakten und Zahlen in dem Bericht erfuhr, konnte ich nur fassungslos den Kopf schütteln. Mir war zum Beispiel nicht bewusst, dass rund 75 % der angebotenen Lebensmittel Zucker enthalten. Allein in 100g Rotkohl (egal ob Glas oder Tiefkühlprodukt) finden sich 12 Stück Würfelzucker! Das hatte ich nicht erwartet. Ich werde ab sofort beim Einkauf noch sorgfältiger auswählen und noch mehr selber kochen/herstellen. Von Fertiggerichten und ähnlichem habe ich mich ja schon weitestgehend verabschiedet, aber dass selbst in reinen Gemüsegläsern so viel Zucker enthalten sein kann …

Wer seinen Zuckerkonsum reduzieren möchte, sollte auf Dosen-Ananas, fertige Fruchtjoghurts, viele fertige Müslis, Ketchup und Instantprodukte (Tütensuppen, Cappuccino, Tee) verzichten. Dass Limonaden und oft auch Fruchtsäfte viel Zucker…

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Egoismus – ein Gesicht des Hungers

welthungerJeder neunte Mensch auf der Welt leidet an Hunger. 795 Millionen Menschen auf der Welt haben nicht genug zu essen. Die Zahl der Hungernden ist in den letzten 25 Jahren um 216 Millionen zurückgegangen, doch der Weg, alle Menschen zu ernähren ist noch ein weiter.

Dabei wäre es so einfach, wenn da nicht diese Profitgier wäre. Es gibt ausreichend Ernten, aber sie werden nicht gerecht verteilt. Da werden zum Beispiel Massen von Weizen oder Reis lieber eingelagert, nur weil der Preis ja noch steigen könnte. Auf der anderen Seite verrotten Nahrungsmittel, weltweit mehr als sechsmal so viel, wie es nötig wäre, alle auf unserem Planeten satt zu bekommen. Man könnte den Hunger ausmerzen. Aber die gierigen Mächtigen denken nur an sich.

Dazu kommen düstere Prognosen:

  • Die Weltbevölkerung wächst dreimal schneller als die Produktion.
  • China verbraucht schon jetzt doppelt so viel Fleisch wie die USA, Tendenz steigend. Auf die Massentierhaltung, die in China für Fortschritt gehalten wird, will ich hier gar nicht erst weiter eingehen.
  • 3/4 der weltweiten Nutzfläche geht für Futtermittel drauf. Menschen verhungern und weltweit werden Mrd. von Kühen für die Lust auf Milch und Fleisch gemästet.
  • 2050 werden aufgrund des Klimawandels zusätzlich 24 Millionen Kinder in Armut leben, fast die Hälfte von ihnen in Sub-Sahara.

Wohin soll uns das noch führen?

In der ZDF-Dokumentation „Hunger!“ werden einzelne Brennpunkte vorgestellt. Sehr informativ, sehr wachrüttelnd, motivierend aber auch erschütternd.india-585078_640

 

Was können wir unbedeutsamen Menschen wenigstens tun?

Was ich bei all diesen Fakten gar nicht verstehen kann: Wieso werfen so viele Menschen in den Industrieländern Nahrungsmittel weg? Laut einer neuen WWF-Studie werden allein in Deutschland pro Sekunde 313 kg genießbare Lebensmittel weggeworfen. Bei der Berechnung wurde der Weg von der Ernte an berücksichtigt, aber noch immer 40% davon, also rund 125 kg, landen direkt in unserem  Endverbraucher-Müll, inkl. den Abfällen der Lebensmittelmärkte und der Gastronomie. Laut WWF pro Sekunde!

Dabei gibt es schon Konzepte, Nahrungs-Müll zu vermeiden, wie z.B. das Foodsharing oder auch öffentliche Kühlschränke  (einfach mal mit der Suchmaschine deines Vertrauens suchen). Außerdem unterstützen einige Lebenmittelmärkte schon die Tafeln. Natürlich hilft das noch immer nicht den Massen an hungernden Menschen in den Entwicklungsländern, aber auch unter uns gibt es viele Menschen, die in Armut leben.

Da nicht jeder das nötige Geld zum Spenden hat, finde ich diese kleinen Unterstützungsmöglichkeiten des World Food Programme auch sehr nützlich:

  • FreeRice – ein Online-Quiz
  • Kauf des Kochbuchs „Köche für Afrika“ – Der Kompletterlös kommt dem Programm des WFP zur Schulspeisung zugute. Wenn ihr es dann noch im örtlichen Buchhandel, statt im Internet kauft, umso besser.
  • Food Force – ein kostenloses und gewaltfreies Computer-Lernspiel für Kinder
  • Jeder Blogger kann mit einem Banner auf WFP aufmerksam machen.
  • Es gibt Material für den Unterricht, interessant für Lehrerinnen und Lehrer

Wer in seinem Urlaub freiwillig helfen möchte, findet bei Volunation  Informationen und Projekt-Übersichten.

Und ich tauche jetzt erstmal ab in die Tiefen der WWF-Studie  und quizze anschließend ein bisschen.

 

Für immer, für alle, genug

Weil es dich betrifft

Nachhaltigkeit gibt es nicht "to go" Nachhaltigkeit gibt es nicht „to go“

Nachhaltigkeit geht weit über einen Recyclingplan hinaus. Der Begriff ist zu einem populären Schlagwort unserer Zeit mutiert. Kaum etwas verkauft sich noch, wenn man ihn nicht zumindest streift. Doch was macht Nachhaltigkeit aus, und wo beginnt sie auf persönlicher Ebene?

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Ökologisch bewusster Kaffee & Kakao

Nachdem ich vor einiger Zeit über den virtuellen Wasserverbrauch berichtet habe, versuchte ich konkrete Informationen herauszufinden, wie ich aktiv diesen Wasserverbrauch senken kann. Ich begann mit Kaffee und Kakao, und ich muss sagen, es gibt keine einfache Lösung, welchen Kaffee oder Kakao man kaufen sollte und welchen nicht. Der Anbau, die Herstellung, der Handel, all das ist ziemlich verworren, wenn man es ökologisch zu betrachten versucht. In dem einen Herstellerland ist der Anbau vielleicht sinnvoller, da dort nicht so viel gewässert werden muss, aber die Arbeiter werden ausgebeutet. Woanders kann es genau umgekehrt sein. Es ist echt schwierig, wenn man nicht auf Kaffee oder Kakao ganz verzichten möchte.

Hier ein paar positive Fakten, die ich über den Wasserverbrauch bei der Kaffeeproduktion herausgefunden habe:

Bedingt durch die günstigeren klimatischen Verhältnisse, muss beim Kaffeeanbau in Indonesien und Uganda weniger zusätzlich gewässert werden.

Der Anbau von Arabica-Kaffee ist weniger wasserintensiv als der Anbau der Robusta-Bohnen, die in Deutschland überwiegend auf den Markt kommen. Besonders Espressomischungen und Instantkaffees werden aus Robusta-Bohnen hergestellt.

Ich habe einen Blog gefunden, auf dem das Thema sehr schön analysiert und dargestellt wird: Das Maskal Kaffeeblog.

Und hier ein Zitat von der Ratgeberseite der Vereinigung Deutscher Gewässerschutz e.V.

„Deutschland bezieht seinen Kaffee vorwiegend aus Brasilien und Vietnam. Weitere wichtige Anbauländer sind Kolumbien, Mexico, Indonesien und Äthiopien. Im weltweiten Durchschnitt werden für die Produktion von 1 kg Röstkaffee 18.925 l Wasser benötigt. Das entspricht 132 l für eine Tasse Kaffee. Nach Ländern differenziert ist der Wasserfußabdruck von Kaffee sehr unterschiedlich: Kaffee aus Vietnam, Äthiopien oder Costa Rica braucht nur zwischen 8.000 und 15.000 l pro kg. Grund für die niedrigeren Werte sind höhere Hektarerträge. Umgekehrt bedeutet ein Fußabdruck von über 25.000 l, wie er für Venezuela, Ecuador oder Tansania gilt, nicht zwangsläufig, dass dort mit dem Wasser extrem verschwenderisch umgegangen wird, denn der weitaus größte Teil dieses Wassers ist „grün“, also Niederschlagswasser, das in tropischen Bergregionen oft im Überfluss vorhanden ist. Besonders in Brasilien hat sich der Kaffeeanbau aber auch ins Tiefland ausgedehnt. Noch immer werden beispielsweise im Bundesstaat Bahia Kaffeeplantagen in Gebieten mit Trockenwäldern oder Savannen angelegt. Die Kaffeebüsche werden dort aber nicht unter Schattenbäume gepflanzt, sondern stehen voll besonnt in industriell bewirtschafteten Plantagen mit zentralen Bewässerungssystemen.

Empfehlung für den Einkauf

  • Um seinen persönlichen „Kaffeewasser-Fußabdruck“ zu verkleinern, kann man Arabica- statt Robusta- Kaffee trinken und Kaffee aus Gebirgsländern bevorzugen; besonders bei „fair trade“-Kaffees (z.B. GEPA) sind die Herkünfte angegeben.
  • Kaffee mit Bio-Siegel bevorzugen, da er ohne Dünger und Pestizide produziert wird.“

 

Beim Kakao wird es noch schwieriger. Hier sind Hungerlöhne, unwürdige Arbeitsbedingungen und Kinderarbeit an der Tagesordnung, und der seit Jahren stetig fallende Preis für Kakaobohnen trägt weiter zu einer Verschlechterung der Lage bei. Am schlimmsten aufgefallen ist hier West-Afrika.

 

Ich werde in den nächsten Monaten unterschiedliche Kaffee- und Kakao-Sorten testen und davon berichten.

Hier mein erster Test-Kaffee:

GEPA: Bio Café Orgánico, entkoffeiniert

Röstkaffee, gemahlen, entkoffeiniert – 100% purer Bio Arabica, langzeitgeröstet

Aus Versehen erwischte ich den entkoffeinierten, aber ich muss sagen, er schmeckt mir sehr gut. Eine Wirkung vom Koffein habe ich bisher sowieso nie gespürt, also wäre das für mich schon mal eine leckere Alternative.

Leider vermisse ich die konkreten Angaben über die Herkunft. Auf der Verpackung steht ziemlich allgemein gehalten: Kleinbauern aus Mittel- und Südamerika haben Anteil an diesem wunderbaren Kaffee. Die Kooperation San-Fernando und UCOAAC aus Mexiko gehören unter anderem dazu.

Etwas genauer hätte ich es mir schon gewünscht. Aber immerhin ist es Arabica, Bio und fair gehandelt. Zu den Supermarkt-Standard-Kaffees ist das schon ein riesiger Fortschritt in Richtung Nachhaltigkeit, würde ich sagen. Ganz auf Kaffee zu verzichten wäre natürlich am besten …

Nach dem Öffnen des Pakets fiel mir sofort der angenehme, aromatische Duft auf. Dieser Kaffee riecht schon richtig mild. Die Färbung ist etwas dunkler als beim bisherigen Standard-Filterkaffee (meist hatten wir Onko oder Gala). Ich gab pro Tasse Kaffee einen leicht gehäuften Löffel Kaffeepulver in den Filter und was soll ich sagen? Der Kaffee schmeckt richtig gut. Wenn ich nicht noch einen leckereren finde, werde ich bei der Sorte bleiben.

Organico(Sorry, auf dem Foto liegen neben dem Kaffee-Paket Robusta-Bohnen. Ich habe inzwischen gelernt, dass man Robusta und Arabica an der Einkerbung unterscheiden kann. Die Arabica-Bohnen haben eine gewellte Kerbe.)

 

Virtuelles Wasser

In der vergangenen Woche habe ich die Dokumentation „DURST!“ gesehen, in der es um die drohende Wasserknappheit auf der Erde geht. Besonders erschreckend fand ich dabei die sogenannten virtuellen Wassermengen, den jeder Industriestaatsangehöriger mehr oder weniger stark verbraucht, ohne sich dessen bewusst zu sein. Und ich vermute, den meisten geht es da so wie mir. Man weiß halbwegs Bescheid über die drohende Knappheit und schätzt auch den Wert des irdischen Trinkwassers recht gut ein, aber in welchen Größenordnungen Industrie und Wirtschaft das Wasser verschwenden ist einem nicht wirklich bekannt.

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Die Organ-Uhr der TCM

Vor einiger Zeit hatte ich in der Zeitschrift „Schrot & Korn“ etwas über die Organuhr der TCM (Traditionelle Chinesische Medizin) gelesen. Da ich häufig müde, teilweise auch richtig energielos bin, habe ich nun beschlossen, mich einmal näher mit dem Thema zu befassen.

Kurz zusammengefasst kann man sagen, es tut dem Körper gut, wenn man das jeweilige Organ in seiner Aktiv-Phase mit Bewegung und/oder Ernährung unterstützt, es in seiner Pausenphase (12 Stunden später) dann möglichst in Ruhe lässt. Sicherlich ist es ist schwer, alles immer passend umzusetzen, da wir ja durch äußere Pflichten eingeschränkt werden. Aber einen Teil zu beachten ist bestimmt besser, als gar nichts zu tun.

 

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